VOM NETZ GENOMMEN : VOM NETZ GENOMMEN

Was diese Woche auf Tagesspiegel.de wichtig war.

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In den Online-Debatten um die Wulffsche Telefonaffäre geht es zuallererst um Politik, aber immer auch um die Medien. Die Diskussion um die Einflussnahme des Bundespräsidenten könnte der Anstoß für mehr Transparenz auch in den Beziehungen und Abläufen zwischen Journalisten und Politikern sein. Als Redakteur fragt man sich zunächst, ob diesseits des präsidialen Skandals überhaupt Interesse an Einblicken besteht. Wir haben dann einen Text über das alltägliche Gezerre im landespolitischen Betrieb zur Debatte gestellt. Ausgehend vom wenig skandalösen, aber doch befremdlichen Vorgang, dass uns aus der Wirtschaftsverwaltung ein offizielles Foto der Senatorin „überreicht“ wurde, das wir künftig bittschön für jedwede Berichterstattung verwenden mögen, haben wir Einblicke in die mehr oder weniger subtilen Versuche der Einflussnahme gegeben.

Der Text war zeitweilig der meistgelesene auf Tagesspiegel.de und wurde oft kommentiert. Ein unter dem Pseudonym „wachetauf“ verfasster Leserkommentar bildet die Debatte gut ab: „Es mag den Journalisten passen oder nicht, aber auch Politiker und sogar normale Bürger ;-))) haben Meinungsfreiheit und damit das Recht, sich auch über Journalisten und Berichterstattung zu beschweren. So wie auch sonst im Leben jeder Redner mit Gegenrede rechnen muss.“ So weit die Medienkritik. Dann meint derselbe Leserkommentator: „Dass Bau-Genossen wie Strieder, Momper und Müller kritische Fragen als Majestätsbeleidigung empfinden und zu verhindern versuchen, ist selbstverständlich nicht in Ordnung. Wobei sie damit aber unfreiwillig genug sagen, damit sich das Publikum eine Meinung über diese Personen bilden kann.“ Markus Hesselmann

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