VOM NETZ GENOMMEN : VOM NETZ GENOMMEN

Was in dieser Woche auf tagesspiegel.de Thema war.

Die Piraten streiten darüber, wie sie sich gegen Rechtsextremisten in den eigenen Reihen wehren wollen – und was vom Berliner Landesvorsitzenden Hartmut Semken zu halten ist, der geschrieben hatte, das Nazi-Problem der Piraten bestehe in jenen, die immer wieder das „Wir müssen uns abgrenzen“ herunterbeteten. Leser „Aqua-Jedi“ hält von solchen Äußerungen gar nichts: „Geschichtsfremd, unpolitisch und konfus! Das ist der Eindruck, den nicht nur Herr Semken hinterlässt. Deshalb kann Herr Semken, aber scheinbar auch manch anderer Pirat, weder unterscheiden noch begreifen, was er da wirklich von sich gibt.“

Ganz anders sieht das „Luedtke“. Er schreibt, hier werde nur versucht, zu skandalisieren. Dieses trübe Spiel gehe zudem „am eigentlichen Problem, dem Mittelschichts-Antisemitismus in unserer Republik, eindeutig vorbei“.

Mindestens einen Berliner Wähler aber haben die Berliner Piraten in den vergangenen Monaten verloren. JoRo schreibt: „Was für eine Posse. Kaum in See gestochen, zerlegen die Piraten das eigene Schiff. Aus Frust und Wut über Wowereits Kuschel-Wahlkampf habe ich den Piraten die Zweitstimme gegeben. Ich versichere, das kommt nicht mehr vor.“

Und auch der Bundesvorsitzende der Piratenpartei, Sebastian Nerz, wird von unseren Lesern kritisiert. Nerz habe in den vergangenen Tagen gebetsmühlenhaft erklärt, dass „Rassismus“ bei den Piraten keinen Platz habe, findet „ robocop_marvin“. Damit rede Nerz aber „genauso gebetsmühlenhaft am Thema vorbei. Denn die Piraten fallen in der letzten Zeit vor allem durch Geschichtsrevisionismus und Verharmlosung der braunen Pest auf“. kch

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