VOM NETZ GENOMMEN : VOM NETZ GENOMMEN

Was in dieser Woche bei Tagesspiegel.de Thema war.

Die Berliner East Side Gallery soll weichen – nicht ganz, sondern nur ein Stück weit. Doch der Abbau des bunt bepinselten Mauermonuments treibt unsere Online-Leserinnen und -Leser um. Mehr als 350 Mal wurde unser großes, immer wieder aktualisiertes sowie mit Fotos und Videos angereichertes Online-Stück zum geplanten Abbau kommentiert. Ist die Galerie also doch mehr als nur ein Sammelpunkt für Touristen, wie mancher alteingesessene Berliner schon angenommen hatte?

„Wir kriegen keinen funktionierenden Flughafen fertig, aber wir schaffen es, ein weltberühmtes historisches Monument in einem Tag zu zerstören.“ So oder ähnlich berlinkritisch lauteten jedenfalls viele Kommentare im Tagesspiegel-Leserforum oder Kurzmitteilungen bei Twitter. Unser User „the_truth“ hat diesen und andere Tweets aufgeschnappt und freundlicherweise in unserem Forum dokumentiert – sowie noch ein paar Links zur internationalen Berichterstattung zum neuen „Mauerfall“ hinzugefügt, vom Wiener „Standard“ bis zur „Washington Post“. Das mit dem Zerstören an einem Tag ist dann allerdings auch nicht gelungen. Nicht einmal das klappt pünktlich in Berlin.

Einige Kommentatoren setzen sich aber auch kritisch mit der East Side Gallery auseinander. Unser Leser „obelixgrosserbruder“ etwa bezeichnet sie als „Stück Mauer mit bunten Bildern, die von einer Maltherapiegruppe stammen könnten“. Diskutanten, denen die East Side Gallery als authentisches Monument dagegen lieb und teuer ist, werden auf die Bernauer Straße als passenderen Gedenkort verwiesen. (mah)

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