Meinung : Vor der Mauer

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Scharon meint es ernst. Die Entscheidung, praktisch den gesamten GazaStreifen zu räumen, ist technisch gesehen ein Zugeständnis, denn er verlangt im Gegenzug nichts. Es ist aber vor allem ein Schachzug, der seiner Idee von der einseitigen Trennung von Israelis und Palästinensern durch den Bau einer Mauer dient. Die jüdische Besetzung macht nur etwa einen Drittel des Gaza-Streifens aus, erzwingt aber den Einsatz eines erheblichen militärischen Kontingents zum Schutz der 7500 Siedler. Egal welches die Motive Scharons sind, die Ankündigung ist dennoch positiv. Und so sieht es auch sein palästinensischer Amtskollege Ahmed Kurei.

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