Vorsicht geboten : Aufschwung der Wirtschaft ist abhängig von anderen

Man kann von der Börse und ihren Übertreibungen halten, was man will. Als Stimmungsbarometer funktioniert sie gut.

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Am Donnerstag gaben die Spaßverderber den Ton an. Obwohl sieben Dax-Konzerne hervorragende bis sensationelle Zahlen präsentierten, bewegte sich an der Börse stundenlang nichts. Keine Kurssprünge, keine Abstürze, am Morgen ein kurzer Satz nach oben – das war’s. Der Markt, an dem Erwartungen und Aussichten, kurzum die Zukunft, gehandelt werden, legte sich auf die Lauer. Wohlwollend registriert man, dass die Welt im ersten Halbjahr deutsche Autos und Maschinen, chemische Erzeugnisse und Kraftwerke gekauft hat. Wichtiger für die Investoren ist, ob dies auch im zweiten Halbjahr und 2011 und 2012 so sein wird. Das ist aber mehr als ungewiss. Der Export steht und fällt mit dem Gesundheitszustand der Absatzmärkte in den USA und Asien. Und von dort kommen besorgniserregende Signale. Die US-Wirtschaft kühlt ab, das Verbrauchervertrauen lässt nach, Arbeitslosigkeit und Schulden steigen. In China wächst die Angst vor dem großen Knall auf dem Immobilienmarkt. Vorsicht ist also geboten – nicht nur an der Börse.

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