Meinung : Vorwürfe sind kein Beweis

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Die russische Tageszeitung „Kommersant“ kritisiert den Auftritt des israelischen Regierungschefs Scharons in den USA:

Scharon will mit Hilfe dieser Dokumente den US-Präsidenten George W. Bush davon überzeugen, dass die jetzige Palästinenserführung und Jassir Arafat persönlich Verbrecher sind, dass sie die Terroristen direkt unterstützen. Folglich sei es auch sinnlos, mit ihnen zu verhandeln. Dabei haben die Israelis bislang noch immer keinen einzigen direkten Beweis für eine Verwicklung des Palästinenser-Führers in Terrorakte geliefert. Doch in der Umgebung von George Bush herrscht eine fragile Balance zwischen den Beratern, die eine neue Führung der Palästinenser installieren wollen, und denen, die an Arafat als Verhandlungspartner festhalten. Deshalb kann jedes noch so kleine Detail über die Haltung des Präsidenten entscheiden.

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