Meinung : Wahlkampf in Baden-Württemberg: Träume aus Südwest

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Tut sich da wirklich was? Ute Vogt, die Spitzenkandidatin der Sozialdemokraten von Baden-Württemberg, scheint das zumindest zu glauben. Denn sie kann schließlich rechnen. Also hat sie mal schnell die Umfragewerte für ihre SPD, die Grünen und die FDP zusammengezählt. Und auf einmal war sie bei 50 Prozent. Ampelkoalition. Was für Aussichten. Historische Wende im Südwesten! Das erschüttert die Republik. Da reiste selbst der grippekranke Kanzler an, um seiner baden-württembergischen 25-Prozent-Partei Mut zum Ungeheuerlichen zu machen. In Wirklichkeit handelt es sich aber eher um Übermut. Warum, mit Verlaub, sollten eigentlich die Liberalen aus ihrem komfortablen Bündnis mit Erwin Teufel ausscheren? So bequem wie mit ihm lässt es sich schließlich nicht alle Tage regieren. Und so erfolgreich auch nicht. Immerhin liegen die Umfragewerte dieser Liberalen in schwindelerregender zweistelliger Höhe. Weshalb also etwas ändern? Experimente im deutschen Südwesten - damit verhält es sich kaum anders als nebenan in Bayern: Die gibt es nur in den Träumen. Zum Beispiel in denen von Ute Vogt.

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