Meinung : Was die Hasenquote bedeutet

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Der 1. April ist vorbei, und wir dürfen den Nachrichten wieder ganz und gar glauben. So ist es zum Beispiel wahr, dass im letzten Herbst eine bundesweite Hasenzählung stattgefunden hat. Die geht so, dass der Waidmann einfach mit dem Scheinwerfer aufs Feld leuchtet; da der Hase die Augen stark seitlich am Kopf hat, wird nun jedes einzeln zurückleuchtende Auge als Hase gewertet. Zwar bleibt eine gewisse Fehlerwahrscheinlichkeit durch einzeln äugende Giraffen oder Elefanten – aber das Ergebnis ist dennoch eindeutig. Die Flächenländer im Westen haben die höchste Hasenquote, die östlichen die niedrigste. Bedeutet das was? Leider haben die Jäger auf eine parallele Igelzählung verzichtet, die allein Aufschluss über die gesellschaftlichen Implikationen des Hasenmangels im Osten geben könnte. Denn wo Igel vermehrt auftauchen, manifestiert sich Schlauheit, während die doofen Hasen bekanntlich sinnfrei hin und her hoppeln und doch immer nur zweiter Sieger sind. Warum meiden sie den Osten? Vermutlich fehlt es immer noch an den blühenden Landschaften zum Abknabbern.

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