Meinung : Was wir vom Ozon lernen können

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Während das Ozonloch ohne Rücksicht auf die politische Unkorrektheit seines Verhaltens eher schrumpft, kennt unser Finanzloch nur eine Entwicklungsrichtung: größer. In Sachen Ozon ist die Sache klar: Das Zeug gibt nach, weil es Angst hat vor den Hundertschaften Brüsseler Bürokraten, die den Handel mit Emissionsrechten erfunden haben und ihn nun uneigennützig überwachen. Aber die Finanzlöcher? Noch ist nicht einmal bekannt, welcher Stoff sie auslöst. Ist es das Prassamid oder sein aggressiver, die öffentlichen Haushalte angreifender Gegenspieler, das Bsirskoxid? Die Spätfolgen der langjährigen Bedampfung Deutschlands mit Kohlbuterol und Blümerin? Noch hat keine der zahlreichen neuen Kommissionen eine Spur aufgenommen – ein schweres Versäumnis. Deshalb ist es ratsam, politische Emissionen generell unter Aufsicht zu stellen und den Handel mit ihnen zu regulieren. Eine außerplanmäßige Regierungserklärung beispielsweise wird nur zugelassen, wenn die Opposition ihr Recht auf zwei Pressekonferenzen und zwei wütende Stellungnahmen tauscht. Allein die Emissionsrechte, die Möllemann nun nicht mehr in Anspruch nehmen kann, würden für eine halbe Legislaturperiode reichen. Nur: Die kann keine Partei bezahlen.

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