Meinung : Was „Wut“ macht

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Das ist noch einmal gut gegangen. Heute Abend zeigt die ARD um 20 Uhr 15 „Utta Danella – Der Himmel in deinen Augen“. Romantisches vom Chiemsee. Um 22 Uhr folgt „Wut“. Knallhartes aus Berlin, türkische Gang gegen deutschen Schüler, deutsche Familie. Kein Happy End, ja, der Film übertreibt, er vermittelt nicht, er ist ein Schlag ins Gesicht des Zuschauers. Unzumutbar, sagen die ARD-Jugendschützer und schützen die Jugend, indem sie „Wut“ in den späteren Fernsehabend verlegen ließen. Es mag die Schützer der Jugend und die Entscheider in der ARD überraschen: Gewalt unter Jugendlichen fängt nicht um 22 Uhr an, auch nicht um 20 Uhr 15, dem fürsorglich aufgegebenen Sendetermin. Die Wut in „Wut“ ist echt, sagten Berliner Hauptschüler dem Tagesspiegel nach Sichtung des Films. Realistisch, ganz nah dran am Alltag. Das Fernsehen, insbesondere das öffentlich-rechtliche, muss da ganz nah dran sein. Sonst sind wir Utta Danella schutzlos ausgeliefert. jbh

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