Meinung : Wehe, wehe

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Auf den ersten Blick sieht es aus wie ein Schurkenstück. Die deutsche Regierung opfert den EuroStabilitätspakt um des kurzfristigen politischen Überlebens willen. Und die Opposition klagt: Wehe, wehe, wenn ich auf das Ende sehe. Das ist die Version für naive Gemüter. Der Kapitalmarkt zeigt sich von Brüsseler Erschütterungen kaum beeindruckt. Sind die Spekulanten mit Blindheit geschlagen? Die Väter des Euro wollten verhindern, dass sich Staaten als Schuldenmacher Vorteile verschaffen, die alle über höhere Preise und Zinsen bezahlen müssen. So strikt die Regeln sind, so beschränkt sind sie. Zur Überwindung einer über drei Jahre anhaltenden Wachstumsschwäche taugen sie nicht.

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