Meinung : Weiser Stellvertreter

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Der Neue, so heißt es, soll nicht aus der Politik kommen. Warum auch? Über Jahrzehnte diente der Posten – wie viele andere, die die Politik zu vergeben hat – der Versorgung altgedienter Politiker. Sie waren Garanten dafür, dass alles, unter den Argusaugen der Selbstverwaltung, beim Alten blieb. Auf Gersters Auftragszettel stand etwas anderes: Er wurde ausdrücklich als Modernisierer geschickt. Aber er blieb ein Politiker, der vor allem sein Image und seine Karriere im Sinn hatte. Sein Stellvertreter Weise, der jetzt kommissarisch die Bundesagentur leitet, kommt aus der Wirtschaft. Er ist ein guter Kenner der Behörde. Eine Anlernzeit erübrigt sich. Warum also nicht er? In der alten Nürnberger Präsidentenvilla wohnt er ohnehin schon.

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