Meinung : Wenig Zeit zum Handeln

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Öl ist so teuer wie noch nie. Trotzdem steigt der Energiebedarf weltweit enorm an. Wenn wir weitermachen wie bisher, wird der Verbrauch bis zum Jahr 2030 um gut 50 Prozent steigen, warnt die Internationale Energieagentur. Und der größte Teil des Mehrbedarfs dürfte dadurch gedeckt werden, dass noch mehr Öl und Gas verbrannt wird. Die Folgen des Klimawandels sind aber nach den Katastrophenbildern aus dem Süden der USA und Mittelamerika für jeden offensichtlich. Die Diskussionen über die erneuerbaren Energien und deren zusätzliche Kosten führen – so wie sie noch oft laufen – in die falsche Richtung, weil sie suggerieren, es gäbe eine Alternative zum Ausbau von Wind, Sonnen- und Wasserkraft. Dass China, einer der größten Energieverbraucher, sich jetzt hier ehrgeizige Ziele gesetzt hat, sollte auch dem Westen Ansporn sein. Und vor einer weiteren zentralen Diskussion drücken sich die Industrieländer noch ganz. Sie müssten mehr Druck auf die Staaten im Nahen Osten ausüben, ihre Ölwirtschaft für ausländische Investitionen zu öffnen. Bisher vertraut der Westen den Ländern, deren Rolle bei der Ölversorgung dramatisch zunehmen wird, fast blind. Doch die nötigen Investitionen, um mit der Ölnachfrage Schritt halten zu können, werden die Länder kaum alleine stemmen können. hop

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