Meinung : Weniger Arbeit für mehr Lehrer

BEWEGUNG IM BERLINER SOLIDARPAKT

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Es steht nicht gut um den Solidarpakt, den der Berliner Senat mit dem öffentlichen Dienst schließen will. Mit einseitigen Maßnahmen ist das Ziel nicht zu erreichen. Den Beamten nach den kürzlich gescheiterten Gesprächen die Arbeitszeit zu verlängern, ist nur die zweitbeste Lösung. Um 500 Millionen Euro einzusparen, muss Personal abgebaut werden. Sozialverträglich geht das nur, wenn Arbeitszeit verkürzt und nicht verlängert wird. Um die verhärtete Situation aufzulösen, braucht es Gesten. Von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) kommt eine: 20 000 Pädagogen sollen freiwillig ihre Stundenzahl reduzieren, damit jüngere – und billigere – Lehrer eingestellt werden können. Die vom Senat kalkulierte Einsparsumme wird zwar verfehlt. Außerdem plante auch der Senat die Einstellung neuer Lehrer. Die GEW kann auch nicht garantieren, dass die Pädagogen mitziehen – diese müssten auf acht Prozent ihres Gehalts verzichten. Ein Trick, um das schlechte Image der Beamten zu verbessern? Nein. Auch wenn der Vorschlag nicht die Lösung ist – ein Anfang ist es. Von neuen Gesprächen etwa. Dann kann der Senat prüfen, wie ernst das Angebot gemeint ist. gn

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