Meinung : „Wenn Abgeordnete ...

Cordula Eubel

... den Kontakt zum Arbeits- und Wirtschaftsleben halten, ist das richtig und wichtig.“

Sie ist eine bekennende Marktradikale. In der Unions-Bundestagsfraktion hat die CDU- Politikerin Hildegard Müller in den vergangenen beiden Jahren schon manchen Kampf mit den Sozialpolitikern ausgefochten. Sie gehörte zu denjenigen, die sich im Streit mit der CSU vehement für die radikalen Pläne von CDU-Chefin Angela Merkel für einen Umbau des Gesundheitswesens eingesetzt haben. Dass sie dabei überzeugend argumentiert, bescheinigt ihr sogar der CSU-Mann Horst Seehofer, der in der Sozialpolitik völlig andere Positionen vertritt.

Die 37-jährige Diplom-Betriebswirtin wurde 1998 als erste Frau an die Spitze der Nachwuchsorganisation Junge Union gewählt. Nur zwei Jahre später, im April 2000, zog Müller als Präsidiumsmitglied in die Führungsspitze der CDU ein. Unterstützt wurde sie damals von der CDU-Vorsitzenden Merkel. Die kann sich heute darauf verlassen, dass Müller immer loyal zu ihr hält. Wenn es darum geht, Posten zu verteilen, wird der Name Hildegard Müller immer mal wieder genannt. In der Bundestagsfraktion gilt sie vielen aber noch als Neuling, der sich erst beweisen muss.

Bevor die Düsseldorferin BWL studierte, machte sie eine Ausbildung bei der Dresdner Bank. Nach ihrem Diplom im Jahr 1995 bot die Bank der Nachwuchspolitikerin einen Job als Abteilungsdirektorin an. Nach ihrem Einzug ins Parlament im Herbst 2002 reduzierte die Müller ihre Tätigkeit nach eigenen Angaben aber deutlich. Sie sei zuletzt im Wesentlichen mit zwei Projekten betraut gewesen, sagt sie: dem Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche und der Aufarbeitung der NS-Vergangenheit des Geldinstituts.

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