Meinung : Wenn Dealer vor Glück weinen

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Es ist ja leider so, dass viele hochgerühmte Sachen einfach nicht helfen. Ob wir den Extrakt der arktischen Bürstenagave bei Vollmond einnehmen oder giftige Kröten aussaugen, ob wir unser Schicksal durch gurueskes Pendeln zu verändern suchen oder im thermodynamischen Managerseminar, es bleibt alles beim Alten, knietief im Dispo. Was mag da noch helfen? Oh, da kommt uns der Malerprofessor Jörg Immendorf gerade recht: Reich und berühmt sowieso, nun auch aufgefallen als Mieter einer Hotelsuite in Düsseldorf, in der er neun Damen aus dem Milieu gleichzeitig empfing, und das gewiss nicht nur zum Bingospiel. Wie macht er das? Hier sein Rezept: Ordentlich koksen. Und immer eine Linie in Reichweite! Ja, man könnte sagen, dass solche Vorfälle das weiße Pulver ebenso effektiv popularisieren wie ein Werbespot vor der Tagesschau – die Dealer werden weinen vor Glück über diese Reklame. Neun Frauen! In einer Suite! Und Michel Friedman liebt schließlich auch noch, nicht wahr? Es wäre im Dienste der Rauschgiftbekämpfung eventuell hilfreich, wenn sich zur Abwechslung mal ein Prominenter bereit fände, halb tot und mit Koks bis zu den Ohren auf der Intensivstation zu landen. Ganz ohne charmante Begleitung.

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