Meinung : Wenn die Synergie schwindet

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Synektik, Synergetik, Synergiden ... Hier: Synergie. Keine Angst! Es geht uns nur um Boris B., aber um ihn zu verstehen, müssen wir auch seine Ex Patrice Farameh verstehen, die zur Trennung gesagt hat, leider sei „unsere Synergie verloren gegangen“. Kühl, nicht? Nichts, was man sonst so sagt, dass man keine Tränen mehr habe, dass die Schmetterlinge im Bauch gestorben seien oder das Herz wieder auf die Jagd gehen müsse. Sondern: keine Synergie mehr – ein Argument, mit dem sie heutzutage auch Zeitungen abwickeln. Aber um welche Synergie geht es überhaupt? Das Zusammenwirken aller Kräfte zu einer abgestimmten Gesamtleistung, z. B. von Muskeln und Körperbewegungen? Käme in Betracht. Oder das von den Scholastikern geschätzte und in den sog. synergistischen Streitigkeiten abgehandelte Zusammenwirken von menschlicher Leistung und Gottes Gnade? Wahrscheinlicher. Denn aus dem kleinen dicken Wimbledonsieger ist ja längst ein Philosoph geworden, eine Art Volley-Melanchthon. Doch mit seiner Vergöttlichung schwindet eben auch das synergetische Potenzial. Muss er also wieder mit Babs zusammenziehen: Die kennt das Wort überhaupt nicht.

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