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Meinung : Wer bezahlt den Aufwand bei Fußballkrawallen?

Foto: promo
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„Spiel ohne Grenzen“ vom 18. April ?

Die Deutsche Fußball-Liga kann frohlocken: 2,5 Milliarden Euro bis 2017 erhält sie für die TV-Rechte. Dieses Geld wird hauptsächlich als Fußball-Personalkosten Verwendung finden und den Stars und Trainern die Brieftaschen/Konten füllen! Jetzt ist es aber an der Zeit, einen Sicherheits-Solidarbeitrag z. B. von 2,- Euro pro Erwachsenen pro Spiel von den Profi-Vereinen abzuführen! Es darf und kann nicht sein, dass der Steuerzahler allein die Sicherheit durch die Polizei schultert. Da immer mehr Gewalt in und um die Stadien durch "gewaltbereite Fans" registriert wird, muss der Profi-Fußball an den Sicherheitskosten beteiligt werden. Es ist ein Trugschluss vieler Politiker zu glauben, eine Stadt mit der Bundesliga-Mannschaft würde ein Imagegewinn mit erheblicher Kaufkraft sein - im Gegenteil, an Spieltagen besuchen weniger Tagesgäste die Stadt. Der Sicherheits-Solidarbeitrag sollte in Kitas oder Schulen gesteckt werden!

Ulf Jothe, Binz/Rügen

Es ist richtig: Fußballeinsätze belasten die Polizei oft bis an ihre personellen Grenzen. Vor allem dann, wenn an klassischen Bundesliga-Wochenenden noch andere Anlässe hinzukommen, bei denen die Polizei ebenfalls mit großem Kräfteeinsatz gefordert ist. Fußballeinsätze belasten auch die Polizeibeamtinnen und -beamten selbst, die oft kaum ein freies Wochenende mehr haben, da sie rivalisierende und meist alkoholisierte Fangruppen kreuz und quer durch das Land begleiten müssen, damit sie keinen Schaden anrichten. Sie belasten, weil der Hass mancher Fangruppen aufeinander und alle gemeinsam auf die Polizei vielfach in Gewaltorgien ausufert, von Beleidigungen und Schmähungen gegen meine Kolleginnen und Kollegen ganz zu schweigen.

Es wäre also ein Leichtes, die Forderung zu erheben, die Vereine sollten diese Polizeieinsätze bezahlen. Allgemeines Verständnis wäre uns sicher. Allein, es würde uns nicht helfen. Mit einer Kostenbeteiligung an den Polizeieinsätzen wäre noch kein Deut gegen die Gewaltausbrüche getan, nicht ein Beamter oder eine Beamtin könnte deswegen das Wochenende bei der Familie verbringen. Ob von einem finanziellen Beitrag der Vereine auch nur ein Polizist mehr eingestellt werden würde, um die Belastung zu mindern, wage ich zu bezweifeln. Das Geld würde im jeweiligen Landeshaushalt versickern, die Polizei sähe davon wahrscheinlich keinen Cent.

Dafür würden Diskussionen losgetreten, die letztlich am Ansehen der Polizei kleben blieben. „Wer die Musik bezahlt, bestimmt auch, welche Lieder gesungen werden“ – nach dieser Volksweisheit würden Einsätze gegen Fußballrowdys bewertet, die dem einen zu lasch, dem anderen zu hart erschienen.

Die Vereine würden sich mit Händen und Füßen gegen eine Bezahlung solcher Einsätze wehren oder deren Ausmaß zumindest mitbestimmen wollen. Sie würden die Gefahrenprognosen der Polizeiverantwortlichen anzweifeln und die Kräfteplanung als "Geldschneiderei" verunglimpfen. Vermutlich ginge es bald zu, wie auf einem orientalischen Bazar. Das sollte man der Polizei nicht auch noch zumuten.

Zum Schluss würden die Vereine darauf hinweisen, dass sich die Randale schließlich am Hauptbahnhof oder im Kneipenviertel abgespielt habe, während es im Stadion ruhig geblieben sei.

Das letzte Argument zumindest ist stichhaltig. Richtig ist, dass die Vereine heute schon für die Sicherheit im Stadion selbst zuständig sind. Sie haben dafür zu sorgen, dass die Architektur geeignet ist, verfeindete Gruppen auseinanderzuhalten, dass keine Panik entstehen kann, und dass ein qualifizierter Sicherheitsdienst bei der Einlasskontrolle dafür sorgt, dass keine Pyrotechnik oder Waffen hereingebracht werden. Außerhalb des Stadions, im öffentlichen Raum, ist die Polizei zuständig.

Die Polizei wird im Unterschied zu anderen Teilen der Exekutive nicht nur und nicht in erster Linie im Auftrag und im privaten Interesse einzelner Bürger tätig, sondern sie handelt stets im öffentlichen Interesse. Die Polizei darf deshalb, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen für ihr Einschreiten vorliegen, ihr Tätigwerden nicht von einem Antrag oder einer Kostenerstattung abhängig machen. Fraglich ist des Weiteren, ob Bundesligavereine für Kosten herangezogen werden dürften, die sie jedenfalls als sog. Nichtstörer auch nicht zu verantworten hätten. Unstrittig führt zum Beispiel der Bundesligaverein die, den Polizeieinsatz auslösenden, Schwierigkeiten nicht selbst herbei. Er selbst verwirklicht keinen Gefahrentatbestand, er gefährdet auch nicht die öffentliche Sicherheit.

Etwas anderes wäre es, wenn der Bundesligaverein innerhalb seines Machtbereiches, also des Stadiongeländes, die ihm zumutbaren eigenen Sicherungsmaßnahmen unterließe. Dies ist aber gerade bei Bundesligavereinen angesichts ihres immensen Sicherungsaufwandes nicht der Fall.

Von dem zu erwartenden Geldsegen der Vereine sollte auch nicht die Polizei, sondern die Friedlichkeit profitieren. Für Investitionen in technischer und personeller Stadionsicherheit und insbesondere in Fan-Betreuung und Fan-Projekte ist sicher noch genügend Bedarf.

— Bernhard Witthaut, Bundesvorsitzender

der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Berlin

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