Meinung : Wer zahlt den Eierlikör?

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Wir müssen uns das so vorstellen: Da wirtschaftet die Wirtschaft vor sich hin, scheffelt ordentlich Geld – doch dann bricht die Konjunktur ein. Katastrophe! Was tun? Den Politikern geht es nicht besser. Sie würden sooo gern vernünftige Politik machen – doch eines Tages schwant ihnen, dass draußen im Lande was aus dem Ruder läuft. „Frau Schmidt“, sagt der Kanzler dann zu seiner Sekretärin, „wie heißt gleich der Boss von VW? Haben wir da eine Nummer?“ Umgekehrt sagt der Boss von VW zu seiner Sekretärin: „Frau Müller, wie heißt dieser Bundeskanzler da in Bonn, äh, Berlin? Schüler, Schreiber, Schröder, rufen Sie den doch mal an.“ Aber so geht es natürlich nicht. Jemand muss die Herren miteinander bekannt machen, genau wie in der Tanzstunde. Wie fordert man auf? Wo greift man hin? Wer zahlt den Eierlikör? Wer hebt wen auf, wenn beide auf die Schnauze fallen? Sehen Sie: Dafür brauchen wir Leute wie Herrn Hunzinger. Sie wissen, was der Wirtschaft auf den Nägeln brennt, sie regeln all die Details, sichern die finanzielle Unabhängigkeit unserer Parlamentarier und vertreiben Politiker-Memoiren. Die müssen aus dem Laden, dürfen nicht liegen bleiben. Denn liegen bleiben, das weiß Rudolf Scharping, ist eine Schande.

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