Meinung : Wer zuletzt lacht

„Sagt ein Warschauer zum anderen“: Politische Witze, die unsere Auslandskorrespondenten zu hören bekamen

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Zwei Politiker kommen in eine Bar. Sagt der eine: „So, was nehmen wir?“ Darauf der andere: „Wem?“
ITALIEN

In Ägypten experimentiert man an der Wiederbelebung einer Mumie und hat zu diesem Zweck Experten aus der ganzen Welt eingeladen, darunter auch zwei Israelis. Die beiden stehen neben der Mumie und unterhalten sich auf Hebräisch. Plötzlich schlägt die Mumie die Augen auf, hört die beiden und fragt sie: „Israelis? Sagen Sie, ist Schimon Peres immer noch Minister?“
ISRAEL

Am Ende des Bewerbungsgesprächs mit dem jungen Harvard-Absolventen fragt der Personalchef: „Und was für Gehaltsvorstellungen haben Sie?“ „So um die 140 000 Dollar im Jahr.“ „Was sagen Sie dann zu fünf Wochen Urlaub, 14 bezahlten Feiertagen, voller Renten- und Krankenversicherung sowie einem Chevrolet Corvette als Dienstwagen?“ „Wow! Oder soll das ein Scherz sein?“ „Klar“, sagt der Personalchef. „Aber Sie haben damit angefangen.“
USA

Ein Engländer, ein Franzose und ein Türke warten am Zoll auf die Einreise in die Türkei. Der türkische Zöllner schaut sich zuerst den Koffer des Briten an. Er findet sieben Unterhosen. „Wieso so viele?“ Der Brite entgegnet, dass er eine Woche bleibe und für jeden Tag eine frische Unterhose dabeihabe. „Schaut euch an, welch eine Kultur“, ruft der Zöllner entzückt aus. Dann öffnet er das Gepäck des Franzosen. Dieser hat acht Unterhosen dabei, eine für jeden Tag und eine als Ersatz obendrein. „Welch eine Reinlichkeit!“, sagt der Zöllner. Dann kommt der Koffer des Türken an die Reihe. Zwölf Unterhosen sind darin. Der türkische Zöllner jubelt. „Diese Sauberkeit, diese Kultur!“ Als er den Türken fragt, warum er so viele Unterhosen dabeihat, entgegnet dieser: „Januar, Februar, März …“
TÜRKEI

Auf dem Heimweg von einer Kundgebung überfährt Jean-Marie Le Pen einen Araber. Er hält an, steigt aus, lädt ihn auf die Rücksitze seines Autos und rast mit Höchstgeschwindigkeit zum nächsten Unfallkrankenhaus. Ein Gendarm stoppt ihn wegen zu schnellen Fahrens, blickt in das Auto und sagt: „Ah, Sie kommen von der Jagd?“
FRANKREICH

Nach dem Jagdunfall des amerikanischen Vizepräsidenten Dick Cheney treffen sich zwei Freunde. „Schon gehört? In den Umfragen wird Cheney immer beliebter“, sagt der eine. „Wie das? Ich dachte, er hat seinen Jagdfreund über den Haufen geschossen.“ „Ja, schon. Aber inzwischen hat sich herumgesprochen, dass das Opfer Rechtsanwalt war.“
USA

Treffen sich zwei Freunde. „Du, erst nach Hurrikan Katrina habe ich wirklich verstanden, was der Unterschied zwischen der Mafia und der Regierung ist.“ „Und?“ „Nur eine von beiden ist organisiert.“
USA

Vor den letzten Wahlen in den Palästinensergebieten. Präsident Mahmud Abbas leitet die Kabinettssitzung. Da erreicht ihn ein Anruf von zu Hause: „Kommen Sie sofort heim. Es ist eingebrochen worden, die Diebe sind noch im Haus.“ Abbas bleibt ruhig: „Kann nicht sein. Ich sehe alle direkt vor mir.“
PALÄSTINA

Es war einmal ein junger, vielversprechender Mann. Dann entschloss er sich, Politiker zu werden. Seither verspricht er viel.
ISRAEL

Osama bin Laden stirbt in einer Höhle in Afghanistan und kommt an die Pforte des Paradieses. Doch dort trifft er nicht auf die erhofften 72 Virgins (Jungfrauen), sondern auf George Washington. Der schlägt ihm ins Gesicht. „Wie konntest du es wagen, meine Nation anzugreifen!“ James Madison tritt hinzu und zertrümmert Osamas Nasenbein. John Randolph und James Monroe treten Osama gegen das Schienenbein – „dafür, dass du uns unsere Freiheiten nehmen wolltest“. Es folgen Schläge und Tritte von 67 weiteren Verfassungsvätern und Freiheitshelden der USA. Am Ende packt Thomas Jefferson Osama beim Schlafittchen und zieht ihn zum Eingang zurück, wo aus einem Schlund Höllenfeuer lodern und er auf das Urteil des Jüngsten Gerichts warten soll. „Gemeinheit“, beschwert sich Osama bei einem Engel. „Wieso“, entgegnet der. „Wir haben doch immer gesagt, dass nach dem Tod 72 Virginier auf dich warten würden.“
USA

Silvio Berlusconi stirbt und kommt in die Hölle. Der Ort ist dunkel und trist, und Berlusconi wendet sich an den Teufel: „Hör mal, könnte man hier unten nicht ein bisschen Licht und Fröhlichkeit verbreiten?“ „Klar“, sagt der Teufel. „Aber du bist ja Berlusconi, also mach mal.“ Berlusconi installiert ein paar farbige Lampen und spielt laute Discomusik. Der Teufel ist hochzufrieden und schickt ihn zur Belohnung ins Fegefeuer. Dort trifft Berlusconi auf Judas. „Ciao, Judas! Bisschen schlappe Stimmung hier, was? Vielleicht ein paar Lichter und ein bisschen Musik?“ Als Judas den ehemaligen Ministerpräsidenten erkennt: „Prima Idee, aber das machst du selbst.“ So reformiert Berlusconi auch das Fegefeuer, und Judas schickt ihn zur Belohnung ins Paradies. Dort angekommen, sagt Berlusconi zu Petrus: „Ich muss mit deinem Chef sprechen.“ „Mit Gott??? Ah, du bist Berlusconi! Ok, ok, dann geh’!“ Berlusconi geht ins Büro Gottes und bleibt dort über eine Stunde. Petrus ist besorgt und schaut durchs Schlüsselloch. Da sieht er viele Lichter und eine Menge Tänzerinnen, er hört Musik – und in einer Ecke sieht er, wie Gott seinen Arm auf Berlusconis Schulter legt und ihn fragt: „Jetzt mal ehrlich, Silvio, meinst du wirklich, ich könnte dein Stellvertreter werden?“
ITALIEN

Zwei Israelis treffen sich. „Wie geht’s?“, fragt der eine. „Ausgezeichnet, besser als morgen.“
ISRAEL

Wie viele Leute braucht der US-Präsident, um eine kaputte Glühbirne bei sich daheim auszutauschen? Sieben komplette Abteilungen des Weißen Hauses. Die erste für das Dementi: Alle Glühbirnen sind in Ordnung. Die zweite für den Gegenangriff: Jedem, der behauptet, dass die Birne kaputt ist, fehlt es an Patriotismus. Die dritte zur Auffrischung des Gedächtnisses der Nation: Tatsächlich ging die Birne schon unter Bill Clinton kaputt. Die vierte zur Invasion eines Landes, das heimlich Glühbirnen hortet. Die fünfte zur Ausschreibung eines öffentlichen Auftrags zum Birnenwechsel – Halliburton gewinnt, für ein Milliardenhonorar. Die sechste zur Inszenierung des PR-Bildes von Bush unter dem Banner „Birnen-Mission erfüllt“. Die siebte stellt Material zusammen für das Dossier: Bush kämpft seit Beginn seines Politikerlebens für eine konsequente Birnen-Auswechselpolitik.
USA

Der frühere französische Außenminister Roland Dumas besucht das Grab von François Mitterrand in Jarnac. Aus dem Grab vernimmt er plötzlich die Stimme Mitterrands: „Roland, bringen Sie mir ein Pferd.“ Verwirrt kehrt Dumas in den Ort zurück, trinkt einen Kaffee und begibt sich wieder auf den Friedhof. Erneut hört er Mitterrands Stimme: „Roland, bringen Sie mir ein Pferd.“ Völlig verwirrt kehrt Dumas wieder in den Ort zurück. Dort trifft er Jack Lang, den ehemaligen Kulturminister, und nimmt ihn mit auf den Friedhof. Wieder ist Mitterrands Stimme zu hören, diesmal aber voller Ungeduld: „Roland, ich hatte Sie um ein Pferd gebeten, nicht um einen Esel.“
FRANKREICH

Die Welt geht in einem halben Jahr unter. Gott ruft die Anführer der drei wichtigsten Staaten zu sich: Bill Clinton, Boris Jelzin und Bibi Netanyahu, den heutigen Oppositionsführer Israels. Er bittet sie, ihren jeweiligen Völkern den Weltuntergang möglichst schonend beizubringen. Jelzin geht zu den Russen und sagt: „Ich habe zwei schlechte Nachrichten. Gott existiert – obwohl wir Jahrzehnte das Gegenteil behauptet haben. Und die Welt wird in einem halben Jahr untergehen.“ Clinton sagt zu den Yankees: „Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht. Gott existiert – wie wir es in unseren Schulen lehren und lernen. Aber die Welt wird bald untergehen.“ Bibi verkündet den Israelis: „Ich habe zwei gute Nachrichten. Erstens: Gott existiert, ich habe mit ihm gesprochen. Und zweitens hat er mir in diesem Gespräch versichert, dass es niemals einen palästinensischen Staat geben werde.“
ISRAEL

Ein Bewohner der türkischen Schwarzmeerküste (dort leben die Ostfriesen der Türkei) gibt bei seinen Freunden mit seinem neuen Mercedes an und lobt das deutsche Fahrzeug. „Damit kann ich von Trabzon in zwei Stunden in Samsun sein.“ Um es zu beweisen, bewältigt er die Strecke sogar in anderthalb Stunden. Seine Freunde sind beeindruckt und fordern ihn per Handy auf, wieder zurückzukehren. Drei Tage lang taucht er nicht auf. Als er am dritten Tag endlich heimkehrt, fragen ihn seine Freunde, was denn passiert sei. „Diese Deutschen“, flucht der Mercedes-Fahrer. „Fünf Vorwärtsgänge bauen sie in ihre Autos ein, aber nur einen Rückwärtsgang.“
TÜRKEI

Aus Jacques Chiracs Neujahrsansprache: „Französinnen, Franzosen, dieses Jahr ist für Frankreich ein gutes Jahr gewesen. Dem Land geht es besser als im nächsten Jahr.“
FRANKREICH

Heidi Klum, Superman und Pinocchio stehen vor der Eingangspforte zum Paradies. „Bedaure, wir sind überfüllt“, heißt es plötzlich. „Wir können nicht mehr jeden aufnehmen, nur noch die Besten auf ihrem Gebiet. Und über die entscheidet eine Prüfungskommission.“ Die Klum geht zur Prüfung und kommt freudestrahlend nach einer Minute zurück: „Aufgenommen, ich bin die Schönste auf der Welt.“ Superman braucht zwar ein paar Minuten mehr, doch auch er wird akzeptiert: als größter Menschenretter auf Erden. Pinocchios Prüfung dauert und dauert. Schließlich kommt er nach einer vollen Stunde schweißgebadet und wütend heraus: „Abgelehnt. Ich hatte es als größter Lügner auf der Welt versucht. Wer ist denn dieser verdammte Olmert?“
ISRAEL

Zwei Freundinnen beim Friseur. „Hillary Clinton hat sich jetzt groß dafür entschuldigt, dass sie für den Irakkrieg gestimmt hat.“ „Wie das denn?“ „Sie sagt, hätte sie damals gewusst, was sie heute weiß, hätte sie dagegengestimmt.“ „Ach so. Wahrscheinlich hätte sie auch Bill nicht geheiratet, wenn sie damals gewusst hätte, was sie heute weiß.“
USA

Die neue Sonderbriefmarke mit dem Konterfei des amerikanischen Präsidenten findet sich auf keinem einzigen Brief wieder. Verärgert ordnet George W. Bush eine Untersuchung an. Nach einem Monat kommt das Ergebnis: Briefmarken und Klebstoff sind technisch in Ordnung. Die Leute spucken auf die falsche Seite.
USA

Sagt ein Warschauer zum anderen: „Eigentlich bin ich ganz froh über die Zwillinge Kaczynski.“ „Wieso?“, empört sich der andere, der den Freund bisher als Gegner dieser Regierung kannte. „Na, stell dir mal vor, die Mutter hätte Drillinge bekommen!“
POLEN

Zwei Israelis treffen sich. „Wie geht’s?“ fragt der eine. „Oh“, antwortet der andere, „wenn ich es mir erlauben könnte, so zu leben, wie ich tatsächlich lebe, dann wäre alles in Ordnung.“
ISRAEL

Man schreibt das Jahr 2050. Der Sekretär des EU-Kommissionspräsidenten kommt aufgeregt zu seinem Chef gerannt. „Die Türken haben alle unsere Bedingungen erfüllt. Nehmen wir sie jetzt auf?“ Der Kommissionspräsident antwortet: „Nein, noch nicht. Sag den Türken, sie müssten Englisch lernen, Türkisch wird verboten.“ Der Sekretär ist verwirrt: „Aber das haben wir ihnen doch schon vor fünf Jahren gesagt, erinnern Sie sich?“ Dem Kommissionspräsidenten kommt eine neue Idee. „Wir verbieten Kokorec (eine Spezialität aus gegrillten Schafseingeweiden).“ Doch das ist auch zwecklos, wie der Sekretär erklärt: „Das essen die Türken doch schon seit dem Jahr 2006 nicht mehr.“ Der Kommissionspräsident denkt kurz nach und sagt: „Dann lösen wir eben die EU auf.“
TÜRKEI

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