Meinung : Wie der FDP-Streit demnächst leicht eskaliert

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Ja, jetzt klingt das alles noch lustig, richtig möllemannesk. Die FDP-Spitzen dreschen auf ihn ein, er drischt zurück, aber immer in netter Form, damit das Wahlziel intakt bleibt. Doch Sonntag um 18 Uhr besetzt Möllemann die Düsseldorfer Parteizentrale, schließt alle Westerwelle-Vertrauten im Keller ein und verkündet die „Mutter aller Wahlschlachten“. Dann öffnet er ein Fenster und droht damit, die Wiesbadener Grundsätze der FDP und die handsignierten Erinnerungen von Theodor Heuss hinauszuwerfen. Doch seine Forderung nach 18 Millionen Euro in kleinen, gebrauchten Scheinen und einem voll getankten Guidomobil wird von der Parteiführung abgelehnt, ein Nervenkrieg beginnt. Bald spricht sich herum, dass Möllemann Massenvernichtungswaffen lagert, zum Beispiel antisemitisch verseuchte Faltblätter und Presseerklärungen. Die Waffeninspekteure der Bundeszentrale für politische Bildung dürfen nicht herein, Justizministerin Däubler-Gmelin sagt, solche Methoden wende Saddam Hussein auch an, womit sie aber keineswegs einen Vergleich beider Politiker anstellen wolle. Westerwelle ruft den Parteirat an: besetzt! Nun kann nur noch George W. Bush helfen. Ein US-Flugzeugträger läuft von Norden her in den Rhein ein…

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