Meinung : Wie Maos Fische

ISLAMISTISCHE TERRORISTEN IN DEUTSCHLAND

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Man kann es nicht oft genug wiederholen: Der islamistische Terror macht um Deutschland keinen Bogen, auch wenn hier bislang keine schweren Anschläge verübt worden sind. Wahrscheinlich hat die Bundesrepublik bislang von drei Faktoren profitiert: Rasches Aufrüsten der Sicherheitsbehörden nach dem 11. September, das Interesse potenzieller Terroristen an einem komfortablen Ruheraum – und viel Glück. Doch mit jeder weiteren Festnahme, wie jetzt in München, wird die Hoffnung weiter erschüttert, Deutschland könne verschont bleiben. Nicht nur, weil Racheakte muslimischer Fanatiker zu befürchten sind. Die Festnahmen zeugen auch von der enormen Dimension der Terrorgefahr, von dem weit verzweigten Netz militanter Islamisten und der Verbindung zu Krisenherden wie dem Irak, die plötzlich ganz nahe erscheinen. Al Qaida, Ansar al Islam, Al Tawhid und wie die Gruppen alle heißen – sie sind hier, in jeder größeren Stadt und manchmal auch in der Provinz. Die Militanten schwimmen, als hätten sie Maos Empfehlung an die rote Guerilla im Kopf, wie die Fische im Wasser islamistischer Milieus. Die sind oft nur schwer von konservativmuslimischen Gemeinschaften zu unterscheiden. Es ist überfällig, dass diese für die nötige Trennschärfe sorgen. fan

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