Wirtschaftsexperten : Makroirrtum

Endlich! Endlich sagt einer von den viel zitierten Experten, was Sache ist. Und zwar der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaft, Klaus Zimmermann. Das ist der Satz der Sätze: „Sämtliche Prognostiker – das DIW Berlin inbegriffen – haben die Entwicklung in all ihrer Dramatik so nicht vorausgesehen.

Die Makroökonomik befindet sich in einem Erklärungsnotstand.“ Das kann man wohl laut sagen. Und wie weise, das jetzt zu erklären. Denn allein auf diese Weise gibt es neuen Kredit. Der alte ist aufgebraucht. Längst hat die Gleichung „Wirtschaftsweise = Wirtschaftsdumme“ die Runde gemacht. Die Währung dieser Wochen, Monate, wenn nicht sogar Jahre muss Glaubwürdigkeit sein. Wer weiß schon, was dieses Jahr noch kommen wird? Erst recht weiß keiner mit Bestimmtheit zu sagen, was 2010 sein wird. Bestimmtheit war aber bisher das Markenzeichen der Institute; sie wussten immer alles, und nachher oft besser. Nur wissen inzwischen alle: Für die volkswirtschaftlichen Erklärungen dieses Epochenbruchs – und die Lehren daraus – sind keine Magier mit Kristallkugel nötig. Vielmehr besteht Bedarf an Experten, die diesen Ruf verdienen. cas

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