WM-Prämien : 11 Millionäre sollt ihr sein

Die Nationalspieler bekommen, wenn sie in Südafrika Weltmeister werden, 250 000 Euro. In Zeiten der großen Zahlen weiß man kaum: Ist das viel oder wenig? Verglichen mit den Spaniern (600 000), Argentiniern (510 000) und Engländern (470 000 Euro) ist es wenig. Es ist weniger als bei der WM 2006 in Deutschland: Damals hätten die Spieler für den Finalsieg 300 000 Euro kassiert. Es ist viel, wenn man sich erinnert, was die Weltmeister von 1954 erhielten: 2500 Mark, einen Fernseher, einen Lederkoffer und einen Motorroller. Es ist viel im Vergleich zum deutschen Durchschittsgehalt; es ist wenig, wenn man sich anschaut, was Spieler wie Philipp Lahm im Jahr verdienen (geschätzt: sieben Millionen Euro). Vermutlich wissen selbst die Spieler nicht, ob es viel oder wenig ist: Für einen Mercedes-Benz SLR McLaren (rund 450 000 Euro) ist es zu wenig; für einen Trip mit Susi auf die Malediven ist es viel zu viel. 250 000 Euro ist weder Fisch noch Fleisch, und das ist das Problem: Um die Spieler zu motivieren, müssen sie wissen, dass sie viel Geld bekommen – oder dass es nicht ums Geld geht. Nur so funktioniert Motivation. Entweder man zahlt den Spielern also fünf Millionen Euro für den Finalsieg – oder gar nichts. Angesichts der Finanzlage drängt sich eher Letzteres auf. mos

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