Meinung : Wo bleibt das Pflaumenmusmonopol?

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Schauen wir mal, wo das Geld so bleibt, sammeln wir die überflüssigen Subventionen ein. Hier zum Beispiel, ein dickes Bündel. Hundert Millionen Euro! Das könnte man doch … das könnte man … Autsch! Geht eben doch nicht. Das war gerade das Geld, das die Bundesregierung alljährlich ausgibt, um das Branntweinmonopol zu finanzieren. Es funktioniert ungefähr so, dass draußen auf dem Land Schnaps gebrannt wird, den niemand zum kostendeckenden Preis saufen mag. Gnädig kommt Vater Staat daher, kauft den Stoff großzügig auf und pumpt ihn verbilligt in den Markt. Prösterchen! Anschließend gibt die Gesundheitsministerin ihrerseits noch einmal viel Geld aus, um die Kunden des Kollegen über die Gefahren des Alkohols aufzuklären. Das alles, so heißt es, diene in erster Linie dem Schutz der heimischen Streuobstwiesen; wir sollten froh sein, dass wir nicht auch noch ein Apfelsaft und ein Pflaumenmusmonopol finanzieren müssen, obwohl ja auch das dem Streuobst helfen könnte. Übrigens hat es nicht einmal die EU geschafft, diese deutsche Spezialität vor 2010 abzuschaffen. „Der Teufel hat den Schnaps gemacht, um uns zu verderben“, danke Herr Jürgens, das stimmt wohl. Den Refrain singt der Finanzminister gern mit.

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