Meinung : Wo bleibt der Ferrari-Aufschlag?

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Wenn das ganze Thema nicht so ernst wäre, ließe sich die Arbeit unserer Lobbyisten auch mal sportlich betrachten. Wer von ihnen hat die besten Argumente? Die SuperduperAhaForderungen? Die Krawumm-Blitzproteste? Hier wäre ein Kandidat: der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, Arndt Frauenrath. Zur Absicht des Kanzlers, die Eigenheimzulage zu streichen, sagte er: Wer den Wunsch von annähernd 80 Prozent der Bevölkerung, in den eigenen vier Wänden zu wohnen, nicht ernst nehme, gehöre abgewählt. Nicht wahr: So haben wir das noch nicht gesehen. Lecker Rotwein - den lieben wir alle. Aber noch immer rückt Gerhard Schröder keine Barolo-Zulage heraus, obwohl er davon doch selbst profitieren könnte. Und was ist mit dem zweifelsfrei vorhandenen Wunsch nahezu aller deutschen Männer über 18, einen eigenen Ferrari zu fahren und zwischendurch mit Claudia Schiffer essen zu gehen? Der Kanzler hätte durch Ferrari-Aufschlag respektive Schifferprämie deutlich machen könne, dass er die Wünsche seiner Wähler ernst nimmt. Nur leider: Weder Ferrari noch Claudia Schiffer haben eine richtig starke Lobby, und der Barolo – nun ja. Vielleicht wäre uns für den Anfang ja schon mit einer Rotkäppchen-Zulage gedient. Eine allgemeine Sektzulage, das wäre ein Anfang.

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