Meinung : Wodka für die Seelchen

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Es gab mal einen Parteichef, der auch regierte und seinem Land die Wahrheit verordnete. Nichts kann mehr so bleiben, wie es ist, meinte er, wir müssen uns modernisieren. Offenheit und Öffnung für neue Ideen, und alles wird besser, so lautete seine Leitlinie. Anfangs fanden das auch alle gut. Die Rede ist von: nein, nicht Schröder – Gorbatschow! Aber irgendwie erinnert dessen Kurs schon an Schröder. Einer handelt ähnlich wie der andere, Glasnost und Perestroika auf deutsche Art. Schröder macht auch einen Fehler wie Gorbatschow: Der nahm seinen Russen den Wodka weg, der ihnen die Seele wärmte, der Kanzler nimmt seinen Genossen die Begriffe weg, „demokratischer Sozialismus“ und „soziale Gerechtigkeit“ zum Beispiel, so dass die denken, soziale Kälte ziehe ein. In Russland rebellierte das Volk, in Deutschland gibt es ein paar SPDRebellen – nicht, dass die Revolution ihre Erfinder frisst! Daran zeigt sich wieder einmal: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Gesagt hat das: Gorbatschows Dolmetscher. Aber Schröder könnte das sagen, weil die Lage so ist. Na dann, Prost. cas

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