Meinung : Wohin sie wohl steuern

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Das Projekt 18, ach je, ist das lange her. Bei acht Prozent in den Umfragen beginnt die FDP ihren Wahlkampf. Einfach wird der nicht. Einmal hat CDUChefin Angela Merkel gezeigt, dass sie so stark werden will, wie es irgend geht. Indem sie Paul Kirchhof zum Finanzminister in spe ernennt, hat Hermann Otto Solms so gut wie keine Chance mehr. Außerdem nimmt Kirchhof der FDP auch noch die Profilierungsmöglichkeit als einzig wahre Steuersenkungspartei. Wäre Guido Westerwelle, der FDP-Vorsitzende, nicht schon so festgelegt auf eine schwarz-gelbe Koalition – hier ließe sich glatt ein Trennungsgrund noch vor der Zeit finden. Sei’s drum, jetzt geht’s los. Den Freidemokraten bleiben Chancen. Erstens, weil immer auch Unionsanhänger die FDP als Funktion zum Sieg wählen, vorsichtshalber. (In Koalitionsverhandlungen kann sich die kleine Partei dann nur nie an ihre Zweitstimmen-Bettelkampagnen erinnern …) Zweitens haben die Freidemokraten eine Chance, wenn sie den anderen genau vorrechnen, was sie wo und wie im Bereich Wirtschaft und Arbeit wollen – nicht zuletzt im Blick auf Ostdeutschland. Drittens, wenn sie die Bürgerrechte als urliberales Thema aufnehmen und gegen die Grünen verteidigen. Dann können es am Ende vielleicht sogar acht Prozent werden. Aber das ist auch schon ein sehr anspruchsvolles Projekt. cas

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