Wortbruch hat einen Namen : Kein X für eine Ypsilanti

Die SPD in Hessen will Rot-Grün mit Duldung der Linken. Wie gut für Andrea Ypsilanti, dass nicht morgen gewählt wird. In dem Ganzen liegt sogar eine Chance für Roland Koch.

Ein Kommentar von Stephan-Andreas Casdorff

Und sie schämen sich noch nicht einmal, die Sozialdemokraten in Hessen. Oder ihre Spitzenkandidatin. Angekündigter Wortbruch, so nennt man das wohl. Wie gut für Andrea Ypsilanti, dass nicht morgen gewählt wird. Einen Teil ihrer Stimmen bei der jüngsten Landtagswahl hat sie nämlich auch dafür bekommen, dass sie eine Koalition oder wie auch immer geartete Kooperation mit der Linken ausgeschlossen hat, kategorisch auch noch. Nun, das Argument der Glaubwürdigkeit ist keines mehr, das muss der Wähler sich merken. In dem Ganzen liegt übrigens, so krude das ist, eine Chance für Roland Koch. Der will bleiben, mal sehen, wie lange, vielleicht länger als gedacht. Und zwar dann, wenn Ypsilanti die Simonis gibt. Das ist auch nicht sicher, aber es ist eine Möglichkeit. Dann allerdings ist ihre Karriere beendet, war ihr Scheitern der Höhepunkt. Warum Ypsilanti nicht aus dem Parlament heraus regieren will … Schade. Wenn sie mit der Linken koalieren würde, um nicht länger um die ganz Linken konkurrieren zu müssen, dann hätte das ja noch irgendeinen übergeordneten Sinn. Aber so? So bleibt es schlicht – Wortbruch. Glückwunsch.cas

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