Meinung : Wüste Wünsche

SCHRÖDER, STOLPE UND DIE TECHNIK

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Manfred Stolpe wird sich nicht angesprochen fühlen von dem, was der Kanzler gerade Uncharmantes zum Zustand des Landes Brandenburg gesagt hat; er ist ja nicht mehr Ministerpräsident dort. Aber er war es lange genug, und deshalb nehmen wir hier mal an: er war auch gemeint. Es geht, vordergründig, um den Bau einer Halbleiterfabrik in Frankfurt an der Oder, von der das Land sich geradezu ein Wirtschaftswunder versprochen hatte. Viel Geld verbuddelte Stolpe hier, als er noch zuständig war, und viel spricht dafür, dass es vermodern wird. Schröder sollte Geld aus Dubai und eine Bundesbürgschaft beschaffen. Stattdessen wünscht sich der Kanzler „Realismus“ im Land Brandenburg, was so viel heißt wie: Die Spinner sollen jetzt mal aufhören zu träumen. Es klingt dabei auch der Ärger an, den Stolpe in seiner neuen Funktion als Minister dem Kanzler gerade bereitet. Diesmal träumt Stolpe nicht von Computerchips, sondern von einem Supermautsystem. Auch das funktioniert nicht, auch das kostet sehr viel Geld. Stolpe kommt Schröder ganz schön teuer zu stehen, und das gefällt dem Kanzler nicht. lom

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