Zapfenstreich für Wulff : Der Dank der Soldaten

Der bislang gleichermaßen bissigste wie originellste Vorschlag für die Wunschliste der Musikstücke beim Großen Zapfenstreich für Christian Wulff kam von einem User auf tagesspiegel.de. Der Leser regte an, Bill Clinton solle auf seinem Saxofon am Abend des 8. März im Garten von Schloss Bellevue „When the saints go marching in“ spielen. Dass Verteidigungsminister Thomas de Maizière dem zurückgetretenen Staatsoberhaupt den Zapfenstreich, diese höchste Form der militärischen Ehrenerweisung, überhaupt angeboten hat, kam in den spontanen Kommentaren schlecht weg. Viele Bundesbürger sind, wenn es um Wulff geht, unduldsame Kritiker. Am liebsten sähen sie ihn wohl in Sack und Asche in einer Einsiedelei. Aber ist die Bundeswehr schuld an seinem schlechten Ansehen? Der Ex-Präsident hat sich in seiner knapp zweijährigen Amtszeit intensiv um die Soldaten gekümmert. Er besuchte die Truppe in Afghanistan und sehr oft an ihren deutschen Standorten. Der Große Zapfenstreich gehört zum deutschen Staatszeremoniell beim Ausscheiden führender Politiker und er ist Ausdruck des Dankes der Bundeswehr. Wer dürfte einen solchen Dank verbieten?apz

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