Zehn Jahre Euro : Bewährt

Herzlichen Glückwunsch! Zum 1. Januar 2009 wird der Euro zehn Jahre alt – und kaum jemand hätte damals gedacht, dass die neue Währung ein solcher Erfolg werden würde. Für die meisten Deutschen war es bestenfalls eine Vernunftehe, nur widerstrebend gaben sie ihre geliebte D-Mark auf. Deutliche Preissteigerungen – ob tatsächlich gemessen oder nur gefühlt – machten den Euro zum Teuro und schienen alle Zweifel zu bestätigen. Heute beneidet uns die halbe Welt um den Euro. Kaum eine Währung ist so stabil und bietet in der Finanzkrise solchen Schutz. Länder wie Ungarn oder Island, die nicht teil der Währungsunion sind, haben gerade schmerzlich erfahren, was es heißt, in Krisenzeiten auf sich alleine gestellt zu sein. Binnen weniger Wochen verloren die Währungen beider Länder dramatisch an Wert, weil an den Devisenmärkten Panik und Spekulation regierten. Der Euro dagegen hat seine erste richtige Prüfung bisher bravourös bestanden. Halb Europa steuert mit einer gemeinsamen Geldpolitik gegen die Wirtschaftskrise. Damit der Euro ein Erfolgsmodell bleibt, sind vor allem zwei Dinge nötig: Erstens müssen die Euro-Länder trotz Krise die Stabilität ihrer Haushalte im Auge behalten, um die Stabilität der Währung nicht zu gefährden. Zweitens sollte nach und nach auch die andere Hälfte Europas zum Euro kommen. Die traditionell europaskeptischen Briten überlegen schon. stek

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