Meinung : Zivilcourage

STRUCK HOLT FÜHRUNGSSTAB NACH BERLIN

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Wenn es in der Firma was zu feiern gibt, dann stößt man an und freut sich. Anlässe für Betriebsfeste, die das Team festigen und die Motivation erhöhen, lassen sich überall finden. Sogar in Bundesministerien. Haben Sie schon einmal virtuell das Glas auf Ihre Kollegen erhoben? Im Verteidigungsministerium kennt man derlei und daran Beteiligte versichern, dass solche Gebräuche doch recht eigenartig sind. Jedenfalls festigen sie weder das Team noch steigern sie die Motivation. Schon deshalb, und das ist der unwichtigste von vielen guten Gründen, ist es zu begrüßen, dass in Strucks Ministerium jetzt geplant wird, den Führungsstab der Streitkräfte von Bonn nach Berlin zu verlegen. „Konkrete Überlegungen“, das heißt in diesem Fall nicht anderes als: Struck will es unbedingt. Der Restumzug der Bundesministerien ist nämlich ein Thema, über das keiner der „Bonn“Minister richtig sprechen darf, obwohl ihm und erst recht jedem Bürger einleuchtet, dass es Verschwendung von Geld und Personal ist, wenn Abteilungsleiter, Führungsstäbe und sonstige Spitzenkräfte ständig über 600 Kilometer hin- und herpendeln. Gerade da, wo wichtige Dinge vorbereitet und entschieden werden müssen, kann unmittelbare Kommunikation durch nichts ersetzt werden. Schön, wenn die Generäle vorangehen, in ganz ziviler Angelegenheit. tib

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