Meinung : Zu gut ist auch wieder schlecht

UMFRAGEN IN NIEDERSACHSEN

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Der Union muss angst und bange werden. Ihre Umfrageergebnisse vor der FebruarWahl in der Heimat des Kanzlers, in Niedersachsen, sind dermaßen gut, dass sie der Partei schon wieder gefährlich werden. Spitzenkandidat Christian Wulff – gekämpft, gesiegt und doch verloren? Deshalb ist die CDU gegenwärtig allgemein nicht auf die ganz große Konfrontation aus: damit die Wähler nicht noch auf den Gedanken kommen, dass die Union immer nur alles blockiert, anstatt alles voranzutreiben. Damit nun auf der anderen Seite kein Wähler denkt, dass sich mit der SPD nichts mehr zum Besseren wenden lässt, kämpft der hannöversche Regierungschef Sigmar Gabriel gerade nicht nur gegen die Opposition im Land, sondern auch gegen den hannöverschen Regierungschef im Bund, Gerhard Schröder. Gabriel liegt weit hinten – und hat paradoxerweise doch noch eine Siegchance: wenn die FDP nicht ins Parlament einzieht und seine SPD, gemessen an ihren Umfragewerten, einen bis zwei Prozentpunkte dazu gewinnt. Dann ist Gabriel mit den Grünen als Partner dran an Wulff und könnte den aktuellen Trend noch wenden. Für seine Zukunft in Partei und Regierung wäre das ein mächtiger Erfolg. Schröder müsste längst angst und bange sein. cas

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