Meinung : Zu viel Rat

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Es stimmt ja: Wir bekommen zu wenig Kinder, wir werden zu alt, und es fehlt an Geld. Es ist sinnvoll, wenn sich auch Kirchenparlamentarier über diese wichtigen Themen austauschen. Wenn sich der Austausch aber darin erschöpft, dass man sich Geschichten aus dem eigenen Leben erzählt, wie viele Kinder man in der Kita hat, wie der Ehemann behandelt wird, wenn er statt der Ehefrau zum Putztag in die Schule kommt, ist das sehr wenig für das höchste Entscheidungsgremium der Evangelischen Kirche in Deutschland. Es scheint, als seien die Synodalen, deren Tagung heute zu Ende geht, nach den vielen Debatten in den 80er und 90er Jahren müde geworden. Nichts war zu hören über die EinEuro-Jobs, die die kirchlichen Einrichtungen unmittelbar betreffen. Selbst die dramatischen Einschnitte im eigenen Haushalt nahm man ohne große Diskussionen hin. Die eigentliche Arbeit wird sowieso übers Jahr in den Ausschüssen erledigt. War schön in Magdeburg, und gut, dass man über dies und das gesprochen hat. Vielleicht auch ein bisschen überflüssig. clk

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