Meinung : Zum Wohl der Familie

„Ehegattensplitting – Der Hausfrauenrabatt“ vom 17. Januar

Dieser Artikel hat unmissverständlich klargemacht, dass die Bemühungen um die Abschaffung des Ehegattensplittings eine Etappe in dem Kulturkampf gegen die traditionelle Familie ist. Mit atemberaubender Offenheit wird gefordert, dass die durch Abschaffung des Splitting gesparten Gelder für Leute wie die genannte M. Wendt bereitgestellt werden sollen. Diese Frau sich hat schwängern lassen von einem Mann, den sie sich offensichtlich nicht bemüht hat, ordentlich kennenzulernen, denn nachdem er das Ergebnis des Schwangerschaftstests erfuhr, „war er weg“. Das Verhalten solcher Menschen muss man fördern!? Das Kind, ja, darum soll sich die Gesellschaft durchaus kümmern, mittels Kindergeld, kostenlosen Kitas und dergleichen. Aber nicht zulasten der traditionellen Familien! Was unsere Kulturkämpfer nicht sehen wollen, ist die hinter dem Splitting stehende Idee, dass der Beitrag des nicht erwerbstätigen (oder geringer verdienenden) Partners zum Wohlergehen der Familie dem Beitrag dessen, der das Geld verdient, gleichzusetzen ist. Diese humanistische Sicht der Rolle der Frau (bzw. des nicht oder vermindert erwerbstätigen Partners) geht dabei völlig unter.

Man kann bei kinderlosen Ehepaaren (Lebensgemeinschaften) argumentieren, dass der Beitrag des nicht verdienenden Partners weniger substanziell ist als bei einer Familie mit Kindern. Abgesehen davon, dass auch ohne Kinder der nicht erwerbstätige Partner einen wichtigen Beitrag für die Partnerschaft und damit für die einzelne Zelle des Gemeinwesens leistet, können kinderlose Paare steuerlich oder bei den Sozialversicherungsbeiträgen auf andere Weise herangezogen werden. Der Abbau des Ehegattensplittings ist sicherlich der falsche Weg.

Klaus A. Heiliger, Kleinmachnow

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