Meinung : Zur Geduld verdammt

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Vor einem Jahr haben die Amerikaner die Macht im Irak offiziell an die irakische Regierung übergeben. Und weil die Sicherheitslage seitdem nicht besser wird, mehren sich die Stimmen in den USA, die ein Abzugsdatum fordern. USPräsident Bush hat Recht, wenn er solche Forderungen zurückweist. Weil ein Abzugstermin den Widerstand im Irak nur ermutigen würde. Und Irak den Terroristen zu überlassen, das kann sich der Westen tatsächlich nicht leisten. Kein Wort hat Bush hingegen darüber verloren, dass der Irak nicht schon immer so terrorverseucht war wie heute, sondern dass die US- Invasion ihn erst zum Anziehungspunkt für Terroristen gemacht hat. Doch auch, wenn sich die Amerikaner vieles an der momentanen Situation selbst zuzuschreiben haben: Man verbessert eine schon katastrophale Situation nicht, indem man die US-Soldaten abzieht und damit eine noch größere Katastrophe auslöst. Die USA haben sich die Suppe eingebrockt, nun müssen sie sie auch geduldig auslöffeln. clw

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