Meinung : Zurückgeschrieben: Ist das Geld nur ein Vorwand?

Betrifft: "Sacheinlage der privaten Schulen" vom 23. Februar 2002

Sehr geehrter Herr Böger

seit Jahrzehnten leisten Schulen in privater Trägerschaft auch als konfessionelle Einrichtungen einen anerkannten Beitrag zum staatlichen Bildungsauftrag. Die Anmeldungsanfragen übersteigen stets die vorhandenen Ressourcen. Der Schulgeldbetrag der konfessionellen Schulen ist sozial verträglich. Dies stört den Senat augenscheinlich rein ideologisch. Sonst müsste er aus fiskalischen Gründen in anderer Weise entscheiden. Private arbeiten besser und billiger! Die von Ihnen als Schulsenator in Aussicht gestellten Sacheinlagen (Bereitstellung von Immobilien für Träger) sind Augenwischerei. Damit würde sich der Senat teurer Immobilien entledigen. Die Probleme der privaten Schulen würden wohl eher größer als abgepuffert.

Kirchliche Schulen sind keine Eliteschulen - der Senat hätte dies nur gerne als Argumentation für die atheistische Grundausrichtung seiner Politik. Ohne die christlichern Kirchen und deren "Schutz" für Meinungsoffenheit und politische Prozesse in der Ex-DDR gäbe es keine Wiedervereinigung im Staat Deutschland. Die konfessionellen Schulen bedürfen der Unterstützung durch die Politik, da sie einen wichtigen Beitrag für die Bildungsarbeit im Sinne des Grundgesetzes übernehmen.

Christoph Schubert, Berlin-Spandau

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben