Meinung : Zurzeit sensibel

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Dass die zweite Erweiterungsrunde ohne laute Proteste Russlands über die Bühne geht, hat nicht nur mit Präsident Putins pragmatischem Naturell zu tun. Vor allem das zwischen Bush und Putin geschmiedete Antiterrorbündnis sorgte dafür, dass Putin die sensible baltische Frage nicht über Gebühr strapaziert. Selbst wenn diese Haltung von strategischem Kalkül diktiert wäre: Dass Russlands Verteidigungsminister Iwanow sagt, was in Prag vor sich gehe, sei „nicht unsere Angelegenheit“, ist sensationell und ein Zeichen dafür, wie schnell sich die Zeiten ändern.

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