Meinung : Zuwanderung und Asyl: Annäherung an die Wirklichkeit

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Der DGB will eine Regelung der Zuwanderung nach kanadischem Vorbild. Wer kommt, das soll eine Kommission aus Regierung, Unternehmern und Gewerkschaften entscheiden. Ein Punktesystem, das Alter, Sprachkompetenz und fachliche Qualifikation wertet, soll die Auswahl halbwegs gerecht gestalten. Das alles klingt nicht besonders revolutionär, es riecht eher etwas streng nach Bürokratie. Doch die Grundaussage ist eindeutig: Deutschland braucht Zuwanderung. Auch die Gewerkschaften haben bei Migration lange zuallererst an Arbeitsplatzkonkurrenz gedacht. Jetzt sorgen sie sich hingegen, ob Deutschland wohl gastfreundlich genug ist, um interessant für Einwanderer zu sein. Ein Schritt in Richtung Wirklichkeit. Ähnliches hat die CSU vorgestern mit ihrem Einwanderungskonzept getan - ein kaum zu überschätzendes Symbol. Allerdings glaubt die CSU noch immer daran, dass man Asylbewerber mit Fachkräften einfach verrechnen kann. Frei nach dem Motto: sind doch alles Ausländer. Über solche Selbsttäuschungen scheint der DGB hinweg zu sein.

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