Meinung : Zwei Vertreter

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Der deutschfranzösische Vorschlag ist ein Kompromiss zwischen der Nationalstaats-Linie, der zufolge die EU auf dem zwischenstaatlichen Weg weitermachen soll, und der föderalen Linie mit einer Stärkung gemeinsamer Institutionen. Deutschlands aktiver Außenminister Joschka Fischer, der Berichten zufolge EU-Präsident werden will, setzt sich für einen stärkeren Kommissionschef der EU ein. Die französische Linie dagegen, die auch Schweden stützt, will den Europäischen Rat stärken, indem Europa einen Vertreter bekommt, der Europas Sache in Washington vorbringen kann. Europa braucht beides. Die Schwäche der Lösung mit zwei Präsidenten liegt ganz offensichtlich darin, dass sie zu parlamentarischem Kompetenzstreit führen wird.

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