Zypern-Beschluss : Gefährliche Alternative

Wieder und wieder und wieder … beschließt die Mehrheit im Bundestag, ein Land der Euro-Zone zu retten. Jetzt ist also Zypern dran. Ein Land mit weniger als einer Million Einwohnern und einem Anteil von 0,2 Prozent an der europäischen Wirtschaftsleistung. Entsprechend ein kleines Problem, oder? Zumal das Land sonst bankrottgeht, was keiner wollen kann, nicht wahr? So argumentiert die Bundesregierung. Einerseits. Andererseits wird Zypern für Euro-Zonen-relevant erklärt. Too little to fail, gewissermaßen. Diese Art der Argumentation passt allerdings eher zu Rabulistikern. Mehr noch: Mit zehn Milliarden Euro soll Zypern geholfen sein; zugleich sollen die Zyprer ihrerseits 13 Milliarden aufbringen – und das, obwohl sie vor dem Bankrott stehen und Geld benötigen? Mathematische Aussagenlogik geht anders. Und eigentlich kann das doch keiner ernsthaft glauben: dass die Zyprer das Geld aufbringen und dass die beschlossenen Milliarden ausreichen werden. Das Ziel gestern war darum auch wieder einmal, dass auf allen Seiten die Gemüter beruhigt werden. Die Mehrheit soll stehen und die SPD nicht von der Fahne gehen. Bloß könnten weitere solcher Beschlüsse die Wähler verführen, eine Alternative zu suchen. cas

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