Menschenrechte : Uiguren melden Verhaftungen

Chinesische Sicherheitskräfte haben nach Angaben von Regimegegnern in den vergangenen zwei Wochen 500 Uiguren in der Wüstenregion Xinjiang verhaftet.

Allein in der Oasenstadt Kashgar an der früheren Seidenstraße habe es 100 Verhaftungen gegeben, berichtete der Uigurische Weltkongress am Montag. Die Organisation appellierte an die internationale Staatengemeinschaft, Einspruch in Peking zu erheben. Viele der muslimischen Uiguren widersetzen sich der chinesischen Herrschaft. In den vergangenen Wochen gab es in den uigurischen Oasenstädten am Rande der Wüste Taklamakan mehrere gewalttätige Zwischenfälle mit rund 30 Toten.

Nach Angaben des Uigurischen Weltkongresses werden die Familien nicht über den Aufenthaltsort der Verhafteten informiert. Das „Verschwinden“ sei in den uigurischen Gebieten alltägliches Ereignis. Beteiligt an der Verhaftungswelle seien Armee, Polizei und Geheimdienste. Die Verhaftungen seien willkürlich. Haftbefehle oder sonstige juristische Formalien gebe es nicht. (dpa)