Messe : Outdoor ist in

In Friedrichshafen trifft sich die Outdoor-Branche zu ihrem größten Treffen in Europa. Die Messe boomt und auch die Hersteller dürfen sich über steigende Umsätze freuen.

Outdoor
Draußen zu Hause: Immer mehr Menschen verbringen ihre Freizeit in der Natur und kaufen dafür Outdoor-Artikel. -Foto: dpa

FriedrichshafenMit einer Aussteller-Rekordbeteiligung und in bester Stimmung ist die 14. Europäische Freizeit-Fachmesse Outdoor in Friedrichshafen eröffnet worden. "Der Markt ist gesund", sagte Mark Held, General-Sekretär des Branchenverbands European Outdoor Group, zum Auftakt der international anerkannten Leitmesse. Auch in diesem und im nächsten Jahr soll der europäische Outdoor-Markt mit einem Volumen von zuletzt 5,5 Milliarden Euro wieder um mindestens drei Prozent zulegen. In Deutschland fiel der Zuwachs zuletzt noch stärker aus.

In Friedrichshafen sind in diesem Jahr wieder die 100 größten Hersteller der Branche komplett vertreten. Die Zahl der Aussteller stieg um sieben Prozent auf den Rekordwert von 731 Firmen aus 39 Ländern. Damit ist die Outdoor-Messe inzwischen schon fast so groß wie die früher weit größere Sportartikelmesse ispo Sommer in München.

An den insgesamt vier Messetagen werden 16.000 Fachbesucher erwartet. "Die Outdoor ist die Leitmesse in Europa für alle sportlichen Aktivitäten unter freiem Himmel", sagte Messechef Klaus Wellmann. Wichtige Themen sind in diesem Jahr unter anderem der Klimawandel mit seinen Auswirkungen für die Branche sowie Produkte für Kinder und ältere Menschen.

Steigende Umsätze - hoher Preisdruck

Auch die Hersteller äußerten sich insgesamt positiv - auch, wenn der Preisdruck weiterhin groß ist. Die italienische Salewa-Gruppe zum Beispiel berichtete über einen Umsatzanstieg um neun Prozent auf 132 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Das Wachstum soll kräftig weiter gehen, denn erst ab diesem Jahr wird Salewa so richtig vom Einstieg in den Schuhmarkt profitieren. Die Nachfrage sei groß, sagte Salewa-Manager Federico Sbrissa. "Das war ein 100-prozentiger Erfolg." Angesichts der Zuwächse stößt das italienische Unternehmen an seine Grenzen. "Der internationale Hauptsitz in Bozen platzt aus allen Nähten." Daher sei ein futuristischer Neubau an der Autobahnausfahrt Bozen-Süd geplant. Der neue Firmensitz mit Forschungs- und Entwicklungszentrum soll bis 2010 eröffnet werden.

Auch Anbieter wie das Schwabmünchener Familienunternehmen Schöffel und der Tettnanger Outdoor-Konzern Vaude äußerten sich positiv über die aktuelle Marktlage. "Wir haben ein schönes Wachstum", sagte Vaude-Chef Albrecht von Dewitz. Dies sei nicht in erster Linie darauf zurückzuführen, dass immer mehr Menschen raus in die Natur gehen. Vielmehr habe die Industrie neue Materialien und Funktionen entwickelt, die immer stärker auch von den Alltagsnutzern nachgefragt würden. (mit dpa)