Metro C&C : Tarifkonflikt spitzt sich zu

Bei drei Metro C&C Betrieben mehren sich die Anzeichen für einen Streik. Die Arbeitnehmer stimmten in der Mehrzahl für Kampfmaßnahmen.

Metro
Metro: Hier braut sich ein Arbeitskampf zusammen.Foto: ddp

Berlin Bei Abstimmungen in drei Metro C&C Betrieben votierten zwischen knapp 95 und 100 Prozent der befragten Gewerkschaftsmitglieder für einen Streik, wie Verdi-Verhandlungsführer Siegmar Roder mitteilte. Auch eine parallel durchgeführte Meinungsumfrage bei unorganisierten Beschäftigten habe eine Zustimmung zwischen 83 und 84 Prozent für Arbeitskampfmaßnahmen ergeben.

"Gerade die hohe Zustimmung bei Unorganisierten zeigt deutlich, dass die Erwartungshaltung der Kollegen im Großhandel Berlins in dieser Tarifrunde groß ist", sagte Roder. Er forderte die Arbeitgeber auf, dies sehr ernst zu nehmen und bei der Fortsetzung der Tarifverhandlungen am 29. Juni endlich ein der wirtschaftlichen Situation des Großhandels angemessenes Angebot auf den Tisch zu legen. Im Vorfeld der Verhandlungen werde es bei Metro zu Warnstreik kommen, kündigte Roder an. Verdi fordert für die 20.000 Beschäftigte sechs Prozent, mindestens aber 120 Euro mehr Lohn. Der ursprünglich geplante zweite Verhandlungstermin am 8. Juni war nach Verdi-Angaben von den Arbeitgebern am Abend zuvor aus Krankheitsgründen abgesagt worden. (mit ddp)