Michael Schumacher : Manager Weber: Comeback-Gerüchte sind "Schwachsinn"

Entschiedener erfolgte ein Dementi noch nie: Michael Schumacher wird nach Auskunft seines Managers Willi Weber nie mehr in der Formel 1 fahren. Auch den F2007 habe er nicht getestet.

Willi Weber und Schumi
Sie sind sich einig: Kein Comback für Schumi -Foto: dpa

HamburgMichael Schumacher genießt sein Leben als Formel-1-Rentner in vollen Zügen und denkt nicht daran, ins Cockpit zurückkehren. Seine Medienberaterin Sabine Kehm hat Spekulationen über ein Comeback des siebenmaligen Weltmeisters kategorisch zurückgewiesen. "Michael hat keinerlei Intentionen, ins Cockpit zurückzukehren", sagte die langjährige Pressechefin des Kerpeners. "Er fühlt sich pudelwohl in seinem jetzigen Leben. Er hat die Entscheidung nie bereut."

Die Fachzeitschrift "Auto Bild motorsport" spekuliert in ihrer am Freitag erscheinenden Ausgabe, Schumacher könnte noch in dieser Saison ins Ferrari-Cockpit zurückkehren. Die Scuderia denke schon an einen Fahrerwechsel für den erfolglosen Finnen Kimi Räikkönen - und Schumacher an sein Comeback am Steuer. "Michael Schumacher hat das aktuelle Auto F2007 längst schon getestet", schreibt die Zeitung. "Da ist nichts dran. Michael hat definitiv dieses Auto nicht gefahren", betonte Kehm.

Schumacher hat den F2007 nicht getestet

Für Manager Willi Weber sind die Gerüchte "absoluter Schwachsinn". Schumacher werde nicht ins Ferrari-Cockpit zurückkehren, "weil er nicht mehr fahren wird!", sagte sein langjähriger Wegbegleiter in einem Interview von "Sport Bild online". Schumacher habe den F2007 auch nicht auf der Ferrari-Hausstrecke in Maranello getestet, versicherte Weber: "Genau so ein Blödsinn."

Räikkönen fährt seit dieser Saison für Ferrari, seinem früheren Arbeitgeber McLaren-Mercedes im roten Renner aber nur hinterher. In sieben WM-Rennen sammelte der Finne erst 32 Punkte und liegt als WM-Vierter damit schon 26 Zähler hinter Spitzenreiter Lewis Hamilton im dominierenden Silberpfeil. Von sieben Trainingsduellen mit seinem brasilianischen Teamkollegen Felipe Massa konnte der glück- und erfolglose Räikkönen nur zwei für sich entscheiden. Ferrari (71 Punkte) liegt auch in der Konstrukteurs-WM klar hinter McLaren-Mercedes (106) zurück.

"Ich weiß, welche Ressourcen Ferrari hat und wie sie arbeiten", meinte Weber. Die Saison sei noch lang, die WM noch nicht
entschieden. Schon beim nächsten Rennen in Magny-Cours könne alles anders sein.

Auto Bild: Rosberg und Alonso stehen bereit

Als weitere mögliche "Ersatzmänner" für Räikkönen brachte "Auto Bild motorsport" Nico Rosberg (Williams) und Doppel-Weltmeister Fernando Alonso (McLaren) ins Spiel. Beide seien aber "eher für 2008 als für sofort denkbar. Dagegen ist Schumi schon beim nächsten Rennen in Magny-Cours einsetzbar."

Michael Schumacher, der Anfang des Jahres 38 Jahre alt wurde, hatte sich nach seinem letzten Rennen am 22. Oktober 2006 aus der Formel 1 verabschiedet. Für die Scuderia Ferrari ist der siebenmalige Weltmeister seither als Berater tätig. Ein Comeback als Formel-1-Pilot hatte Schumacher immer ausgeschlossen. Medienberaterin Kehm versichert: "Er hat seit seinem Rücktritt gesagt, dass er dieses Kribbeln nicht mehr spürt."

"Ferrari enttäuscht schon wieder - und manch einer träumt von Schumacher", hatte die italienische Zeitung "Il Secolo XIX" nach dem USA-Grand-Prix in Indianapolis mit Platz drei für Massa und Rang vier für Räikkönen geschrieben. Bei diesem Traum dürfte es bleiben. (mit dpa)