Milliardengeschäft : Emirates kauft 81 Großraum-Airbusse

Airbus hat dank eines Großauftrages seine Position auf dem Weltmarkt erheblich ausgebaut. Die Fluggesellschaft Emirates aus Dubai kaufte 81 Langstreckenjets im Wert von über 20 Milliarden Dollar.

Emirates A380
Hoher Besuch: Der Vizepräsident der Emirate, Scheich Rasched al Maktum bei der Inspektion eines Airbus. -Foto: dpa

ParisEmirates bestellte auf der Luftfahrtmesse in Dubai 70 A350XWB sowie elf A380. Außerdem habe die Fluggesellschaft sich Optionen für 50 weitere A350 gesichert, teilte Airbus mit. Die Fluggesellschaft aus Dubai kaufte 50 A350-900 sowie 20 A350- 1000. Diese Flugzeuge bestehen bisher nur auf dem Papier: Die Auslieferung an die Kunden soll 2013 beginnen. Außerdem kaufte Emirates elf Maschinen des größten Passagierflugzeugs aller Zeiten, A380, von dem bisher erst ein Exemplar im Einsatz ist. Im Frühjahr hatte Emirates bereits den Kauf von acht dieser A380 angekündigt; der Auftrag wurde jetzt auf elf erweitert und unterschrieben. Emirates wird damit mit 58 festen Bestellungen größter A380-Kunde.

Emirates-Chef Scheich Ahmed Bin Said Al-Machtum erklärte, Emirates wolle mit den Airbus-Großflugzeugen zur führenden Fluggesellschaft des 21. Jahrhunderts werden. 2012 wolle Dubai 15 Millionen Besucher anziehen.

A350 gegen Boeing 787

Mit der A350 tritt Airbus gegen die Boeing-Verkaufschlager 787 und 777 an. Allerdings kommt das weitgehend aus Verbundstoffen gefertigte Flugzeug fünf Jahre später als der US-Konkurrent auf den Markt. Die A380 mit 525 Sitzen startete mit zwei Jahren Verspätung. Die Verzögerungen haben das Unternehmen trotz hervorragender Auftragslage in eine Krise gestürzt.

Über den neuen Airbus-Auftrag hinaus bestellte Emirates bei Boeing zwölf Maschinen mit extra großer Reichweite des Typs 777-300ER. Der Auftragswert liegt nach Listenpreis bei 3,2 Milliarden Dollar. Mit 57 Aufträgen werde Emirates damit in den nächsten Jahren die weltgrößte 777-Flotte betreiben, erklärte die Fluggesellschaft. Emirates hat 111 Großflugzeuge im Betrieb und insgesamt weitere 246 Maschinen für 60 Milliarden Dollar bei Boeing und Airbus bestellt. (mit dpa)