Mission im Weltraum : Letzter Außenbordeinsatz der "Endeavour" beendet

Sechs Stunden und zwei Minuten hielten sich die Astronauten Robert Behnken und Mike Foreman im Weltraum auf - und montierten ein äußerst wichtiges Inspektionssystem.

Endeavour
Weltraumspaziergang: Außenarbeiten an der ISS. -Foto: ddp

WashingtonDie US-Astronauten Robert Behnken and Mike Foreman haben am frühen Sonntagmorgen (MEZ) ihren fünften und letzten Außeneinsatz an der Internationalen Raumstation ISS beendet. Bei dem rund sechsstündigen Einsatz des Teams der Weltraumfähre "Endeavour" wurde ein wichtiges Versorgungskabel am Inspektionssystem OBSS befestigt. Die Astronauten überprüften zudem ein seit längerem defektes Gelenk eines Sonnensegels.

Seit der "Columbia"-Katastrophe wird mit dem rund 15 Meter langen, mit zahlreichen Instrumenten ausgestatteten OBSS jede Raumfähre vor dem Rückflug zur Erde auf mögliche Schäden untersucht. Schäden am Hitzeschild der Raumfähre Columbia hatten 2003 beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre die tödliche Katastrophe ausgelöst, bei der alle sieben Astronauten ums Leben gekommen waren.

Bei ihrem Weltraumspaziergang brachten Behnken und Foreman auch eine Versuchseinrichtung des Europäischen Raumlabors Columbus an.  Diese Aufgabe hatte die "Endeavour"-Crew beim zweiten Außeneinsatz am vergangenen Montag nicht erledigen können.
Das Shuttle soll sich in der Nacht zum Dienstag dann wieder auf den Rückweg zur Erde machen. Die Landung auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida ist für die Nacht zum Donnerstag (MEZ) geplant. (jam/dpa/AFP)