Auto : ...und ein Qashquai, in den nun auch Opa und Enkel passen

Ingo von Dahlern

„Kaschkai“, „Quaschkuai“, „Käschkäi“. Es wäre amüsant zu sammeln, wie der Name des Nissan Qashqai von Kunden und auch Händlern ausgesprochen wird. Aber eins muss man dem Unaussprechlichen der Golf-Klasse lassen – er hat sich bereits kurz nach dem Start in Deutschland erfolgreich etabliert.Inzwischen ist er Nissans Bestseller hierzulande – und eigentlich gar kein Japaner: Vom Band rollt er im englischen Nissan-Werk in Sunderland.

Nur ein Problem gibt es da: Obwohl der Qashquai mit seinen knapp 4,32 Meter Länge eigentlich ein echtes Familienauto ist, wird es eng, wenn neben fünf Personen auch noch Gepäck mit muss. Und absolut untauglich ist der Qashqai für eine Großfamilie. Oder genauer gesagt – war der Qashqai für eine Großfamilie. Denn vom 18. Oktober an bietet Nissan mit dem Qashqai 2+ nun auch eine Version mit bis zu sieben Sitzplätzen an.

Die zwei zusätzlichen Sitze in der neuen dritten Reihe reichen allerdings nur für Kinder und Personen bis rund 1,60 Meter Größe. Aber wenn Eltern und Großeltern mit ihren Enkeln auf Tour gehen wollen, ist das im Qashqai 2+ mit akzeptablem Sitzkomfort möglich. Denn Nissan hat den Qashqai nicht nur einfach 21 Zentimeter länger gemacht, sondern auch den Radstand um 13,5 Zentimeter vergrößert, das Fahrzeug knapp vier Zentimeter in die Höhe wachsen lassen – und die mittlere Sitzbank ist im 2+ um 10 Zentimeter in der Länge verschiebbar.

Außerdem hat Nissan auch das Versenken der stets an Bord befindlichen zusätzlichen Sitze gut gelöst: Das geht mit nur einem Handgriff, die Kopfstützen können dran bleiben. Sind die Sitze unten, dann verschwinden sie unter einem durchgehend ebenen Laderaumboden. So stehen zum Beispiel für längere Reisen mit fünf Passagieren 550 Liter Stauraum mit einer Länge von 1,34 Meter zur Verfügung – einschließlich Laderaumabdeckung, die bei der Fahrt mit sieben Passagieren in einem Staufach verschwindet. Klappt man die mittleren Sitze ebenfalls um, erweitert sich das Volumen auf 1520 Liter.

Als Antrieb für den Qashqai 2+ stehen ein Zweiliter-Benziner und ein Zweiliter-Turbodiesel mit Partikelfilter zur Wahl. Außerdem kann man den Wagen als Fronttriebler und als Allradler bekommen. Und schließlich kann man zwischen Schaltgetriebe sowie CVT-Automatik für den Benziner und Sechsgang-Automatik für den Diesel wählen. Die Preisliste reicht von 23 490 bis 33 840 Euro. Erkennen kann man den langen Qashqai übrigens am neuen Frontgrill – der verblüffende Ähnlichkeit mit Mercedes’ M-Klasse erzeugt.Ingo von Dahlern

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