1,0 Promille : Alkoholisiert, aber nicht fahruntüchtig

Nicht jeder Verkehrsverstoß eines alkoholisierten Autofahrers ist ein Indiz für eine relative Fahruntüchtigkeit. So ist ein Berliner, der mit 1,0 Promille ein Stoppschild überfahren hatte, nun mit einem befristeten Fahrverbot davon gekommen.

Das Gericht verzichtete auf die dauerhafte Entziehung der Fahrerlaubnis, weil auch viele nüchterne Fahrer Stoppschilder missachteten.

Eine absolute Fahruntüchtigkeit liegt erst vor, wenn der Blutalkoholgehalt über dem Wert von 1,1 Promille liegt. Doch auch bei niedrigeren Werten kann die Fahrerlaubnis entzogen werden, wenn der Fahrer durch den Alkoholgenuss nicht mehr in der Lage ist, sein Fahrzeug sicher zu führen und plötzlich auftretende Probleme zu meistern. Zur Bewertung wird die Fahrweise des Betroffenen herangezogen. Dazu zählen grobe Fahrfehler. Am häufigsten ist in polizeilichen Feststellungen das Fahren von Schlangenlinien. Das Überfahren eines Stoppschildes ist laut den Berliner Richtern hingegen nicht allein auf den Alkoholgenuss zurückzuführen. (Aktenzeichen LG Berlin, 530 Qs 45/08// ZfS 2009,348) win

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